Über Mich

Mein Name ist Thomas Keck, und ich kandidiere als Ihr Oberbürgermeister. Ich möchte Ihnen meine ganz persönlichen Überzeugungen und Ziele darlegen. Denn Sie sollen wissen, wer ich bin.

Thomas KeckReutlingen ist meine Heimat. Nicht nur meine, sondern seit Jahrhunderten die Heimat meiner Familie. Meine Vorfahren waren Weinbauern. Das Besondere am Weinbau ist, dass eine jede Generation stets genügend für sich erntet, aber auch neue Weinberge anlegt, von denen dann die kommenden Generationen profitieren. Genauso dürfen Sie meine Politik verstehen. Ich will ein Oberbürgermeister sein wie ein Weingärtner. Ich will für uns heute sorgen und für kommende Generationen Neues anlegen.

Ich arbeite beim Mieterbund. Meine Aufgabe ist es, Menschen zu helfen, denen Unrecht widerfährt. Dieser Aufgabe komme ich gerne nach und verteidige mit all meiner Kraft die Schwächeren gegen die Stärkeren. Leider muss ich immer wieder feststellen, dass die Probleme auf dem Wohnungsmarkt nicht nur Konflikte zwischen Mietern und Vermietern betreffen. Viele Ungerechtigkeiten entstehen schlicht dadurch, dass wir insgesamt zu wenig Wohnraum haben. In meiner heutigen Aufgabe kann ich dieses Problem nicht lösen – an der Spitze des Reutlinger Rathauses durchaus. Ich möchte zu einer neuen Wohnungspolitik finden. Einer, bei der die Stadt selbst mutig Wohnraum schafft. Dabei halte ich es ganz wie meine Vorfahren: Wir müssen so bauen, dass wir nicht nur heute Probleme lösen, sondern auch kommende Generationen noch stolz auf das blicken, das wir geschaffen haben. Zum Beispiel auf unsere Altstadt, die einst zum Wohnen und Wirtschaften erbaut wurde, und uns dennoch heute noch ein wohliges Gefühl von Heimat gibt.

Genauso ist es doch auch mit dem Verkehr. Wir alle spüren die wachsenden Belastungen im Berufsverkehr. Die Wahrheit ist, diese Belastungen sind ein Nebeneffekt unseres Erfolges. Noch nie waren so viele Menschen in Reutlingen beschäftigt. Noch nie waren so viele Menschen in Reutlingen unterwegs zur Arbeit. Unsere Stadt profitiert mit ihren Einnahmen von der guten wirtschaftlichen Lage und hat in meinen Augen deshalb auch den Auftrag, die negativen Effekte dieses Erfolges zu bewältigen. Für mich bedeutet dies, dass wir an einem besseren Verkehrsfluss arbeiten müssen, mehr Platz für das Fahrrad brauchen und in Busse investieren. Nur so werden wir es schaffen, dass uns die Belastungen unseres Erfolges nicht erdrücken.

Über das Bauen von Wohnungen und der besseren Organisation des Verkehrs hinaus ist mir eines doch das Wichtigste: Mir geht es um den Respekt vor der Leistung eines jeden Menschen. Ich beobachte seit langem, dass in unserer Gesellschaft nur noch Abitur und Studium etwas zählen. Ich beobachte, wie allzu große Egos sich in den Vordergrund drängen. Ich erlebe, dass scheinbar nur noch Jugendlichkeit zählt. Dabei entsteht der Erfolg einer Stadt erst durch das Zusammenwirken aller Teile. Der Straßenreiniger leistet genauso seinen Anteil wie die Unternehmerin, die Erzieherin den gleichen Anteil wie die studierten Eltern, die ihre Kinder tagsüber in ihre Obhut geben. Die Handwerkerinnen und Handwerker in unserer Stadt bauen und reparieren für uns, die Verwaltung organisiert einen stimmigen Rahmen, Jugendliche bilden sich, und viele Senioren im Rentenalter bringen sich noch ehrenamtlich ein. Vor dieser Leistung habe ich Respekt. All diese Leistungen will ich fördern. Denn Reutlingen hat schon immer eines stark gemacht: Der Fleiß seiner Bewohner und der Respekt voreinander.

Ihr Thomas Keck